Hygieneplan

 

Tätowier-und Piercingstudio BLUTZOLL

Friedrichstr.75

57072 Siegen

 

 

1.Spezielle Hygieneanforderungen

 

1.1.Beschaffenheit der Räume

 

-In den Behandlungsräumen ist ein Handwaschbecken, Flüssigseifen-,Händedesinfektionsmittel-

und Einmalhandtuchspender installiert. Der Boden ist mit abwaschbarem PVC ausgelegt, die

die Wände mit Blech und PVC verkleidet.

-Wandflächen und Fußböden sind fugendicht, leicht abwaschbar und werden mit Melsept (VAH-

gelistet) desinfiziert.

-die Behandlungsräume sind von den übrigen Räumen getrennt.

-eine Toilette ist vorhanden. Diese kann sowohl von den Angestellten als auch den Kunden benutzt

werden. Außerdem ist ein Handwaschbecken mit Seifenspender und Einmalhandtüchern, ein

Abwurfbehälter sowie ein Hygieneeimer vorhanden.

 

Die Instrumentenaufbereitung erfolgt in einem abgetrennten Raum.

Die Arbeits- und Ablageflächen sind glatt, fugenarm, leicht zu reinigen und zu desinfizieren. Sie werden nach jeder Benutzung mit Melsept (VAH-gelistet) desinfiziert.

Der Fußboden im Arbeitsbereich wird mindestens nach jedem Arbeitstag gereinigt. Verunreinigungen durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten werden sofort beseitigt und die verunreinigte Fläche desinfiziert.

 

 

1.2.Schmuck

 

Während des Tätowierens und Piercens werden keine Schmuckstücke an Armen oder Händen getragen.

 

 

2.Desinfektionsverfahren

 

2.1.Händedesinfektion

 

Vor und nach der Behandlung am Kunden wird eine fachgerechte Desinfektion der Hände mit Sterillium (VAH-gelistet) durchgeführt.

Das entnommene Desinfektionsmittel aus dem Wandspender wird in die hohle Hand gegeben und dann vollständig über beide Hände verteilt. Die Hände werden mit 3ml Sterillium ausreichend benetzt. Die Einwirkzeit beträgt 30 Sekunden.

Dadurch sollen vorhandene Mikroorganismen der Hautflora so dezimiert werden, dass eine Infektion ausgeschlossen werden kann.

 

 

 2.2.Hautdesinfektion

 

Eine Hautdesinfektion wird vor jeder Behandlung der zu behandelnden Hautfläche mit Kodan (VAH-gelistet) vorgenommen. Dabei wird die Einwirkzeit des Mittels beachtet.

 

2.3.Wunddesinfektion

 

Ist es bei der Behandlung zu einer Verletzung gekommen, wird eine Wundesinfektion mit einem zugelassenen Wundesinfektionsmittel durchgeführt. (Kodan, Octenisept (VAH-gelistet))

 

 

2.4.Flächendesinfektion

 

Nach jeder Behandlung wird eine Umfelddesinfektion (alle Bereiche mit denen der Kunde oder Instrumente in Berührung gekommen sind) mit Melsept (VAH-gelistet) durchgeführt. Der Boden wird arbeitstäglich gereinigt.

Auf die Durchführung einer Sprühdesinfektion wird sowohl aus hygienischen Gründen wie auch aus gesundheitlichen Gründen verzichtet und nur im Bedarfsfall zurückgegriffen. Die Flächendesinfektion wird vorrangig im Scheuer- Wischverfahren durchgeführt.

 

 

2.5.Instrumentendesinfektion

 

Zur Instrumentendesinfektion werden nur die in der aktuellen VAH-Liste aufgeführten Präparate eingesetzt.

 

-die Desinfektion wir in ausreichend dimensionierten Desinfektionsmittelwannen mit

Abdeckung durchgeführt.

-die Desinfektionsmittellösung wird exakt nach der Dosiertabelle angesetzt. Dabei wird zuerst

kaltes Wasser in die Desinfektionsmittelwanne gegeben, dann das Desinfektionsmittelkonzentrat

hinzugefügt.

-die Instrumente werden so eingelegt, dass alle inneren und äußeren Oberflächen von der

Flüssigkeit umgeben sind. Hohlkörper werden durchgespült, Gelenkinstrumente werden geöffnet.

-Die Desinfektionsmittelwannen werden geschlossen gehalten, um ein Verdunsten und somit ein

Unwirksamwerden zu verhindern.

-die erforderliche Einwirksamzeit wird ab dem Einlegen des letzten Instruments gerechnet.

-die vom Hersteller angegebenen Hinweise zur Verwendbarkeit der Gebrauchslösung werden

beachtet. Bei sichtbarer Veschmutzung wird die Gebrauchslösung entsorgt und die

Desinfektionswanne gründlich gereinigt.

-nach Beendigung des Desinfektionsvorgangs werden die Instrumente gespült, getrocknet, auf

Funktionsfähigkeit geprüft und dann in Sterilisationstüten verpackt.

-bei all diesen Arbeitsschritten werden Handschuhe getragen.

 

 

2.6.Sterilisation

 

Die Instrumentensterilisation erfolgt mittels eines Dampfsterilisators (Melag, Typ23).

Der Sterilisator wird halbjährlich sowie nach jeder Reparatur mit Bioindikatoren auf seine Wirksamkeit überprüft.

Sterilisiert werden Piercingzangen, Griffstücke und Tätowiernadeln, sowie Dehnungsnadeln.

Nach dem Gebrauch werden mittels Ultraschallgerät die gröbsten Unreinheiten entfernt. Nadeln und Zubehör durchlaufen den gesamten Desinfektionsprozess. Danach werden die Nadeln entsorgt, die Nadelstangen, Griffstücke und Führungen werden mit einer Bürste von allen sichtbaren Blut- und Farbreste gereinigt. Nach der Trocknung und Überprüfung auf Funktionsfähigkeit wird das Sterilgut in die dafür vorgesehenen Verpackungen verbracht und sterilisiert.

 

 

Abfall

 

Abfall wird in verschliessbaren Beuteln dem Hausmüll zugeführt. Nadeln und Kanülen werden in stossfeste Behälter verbracht und dem Müll zugeführt.