Piercings am Ohr

 

Mit einem Ohrloch ist meistens das Piercing durch das Ohrläppchen gemeint (9), jedoch kann im Ohr an zahlreichen weiteren Stellen in der Ohrmuschel Piercingschmuck angebracht werden.

Diese Piercings bringen meistens einen langwierigeren Heilungsprozess mit sich als ein herkömmliches Lobe (9).

Das Helix (1) verläuft durch das Knorpelgewebe der Ohrkante und gehört zu den häufigsten Piercings in der Ohrmuschel.

Als Industrial (2) werden zwei gegenüberliegende Helix-Piercings verstanden, die mit einem Barbell verbunden werden.

Im Anti-Helix kann das Rook (3) gestochen werden.

Der Daith (4) wird durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel gestochen und ist bedingt durch die geringe Größe der Stelle schwierig zu stechen.

Das Tragus-Piercing (5) führt durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. Kann aufgrund der sehr kleinen und engen Stelle beim Stechen und beim Einsatz des Piercingschmucks stärker belastet werden als andere.

Das Snug (6) verläuft durch die innere Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante.

Der Conch (7) sitzt direkt in der inneren oder äußeren Ohrmuschel. Selten sieht man an dieser Stelle auch ein durch Dermal Punch heraus gestanztes Loch mit größerem Durchmesser.

Das Anti-Tragus-Piercing (8) befindet sich entsprechend an dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz.

 

 

                                                                                                                                Quelle:Wikipedia

Desweiteren bieten wir an:

 

Gesichtspiercings:

 

Augenbraue

Ein Piercing in der Augenbraue kann je nach Anatomie entlang der gesamten Braue horizontal oder vertikal angebracht werden.

Dieses Piercing kann zum Herauswachsen neigen (v.a. im inneren Bereich der Augenbrauen). Dies wird begünstigt durch falsche Platzierung und/oder nicht passenden Schmuck.

Während der Abheilungsphase sollten wie bei allen Gesichtspiercings keinerlei Kosmetikprodukte in der Nähe des Piercings verwendet werden.

Abheilung: ca. 4 bis 8 Wochen

 

Bridge

Das Bridgepiercing wird am oberen Ende des Nasenrückens in die Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen angebracht.

Es ist kein Piercing für Anfänger, da Komplikationen in dieser Gegend schwerwiegende Folgen für den Kunden haben können. In dieser Körperregion verlaufen Hirnnerven und sollte sich dieses Piercing entzünden, kann sich eine oberflächige Entzündung bei falscher Reaktion relativ rasch zu einer Nervenentzündung ausbreiten.

Deshalb sollte man schon etwas Piercingerfahrung haben, um eventuelle Probleme schon rechtzeitig zu bemerken und richtig zu reagieren.

Bei der Platzierung dieses Piercings muß darauf geachtet werden,dass kein Druck auf den Ansatz des Nasenbeins ausgeübt wird, da sonst Nerven (Nervus Trigeminus) in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Dieses Piercing ist stark anatomieabhängig und nicht bei jedem zu empfehlen.

Abheilung: ca. 4-8 Wochen

 

Septum

Das Septumpiercing wird durch das Mischgewebe (Schleimhaut/ Knorpel) am unteren Ende der Nasenscheidewand gestochen.

Es ist schwierig dieses Piercing zu platzieren, da so gut wie keine Nasenscheidewand gleichmäßig ist. Dies sollte möglichst ausgeglichen werden, um ein optisch gerades Septumpiercing zu erhalten.

Die Nase ist nach dem Stechen relativ empfindlich.

Abheilung: 2-3 Monate

 

Nostril

Das Piercing durch die Nasenflügel ist das am weitesten verbreitete Nasenpiercing.

Die Platzierung erfolgt entlang des Nasenbogens.

Auf keinen Fall sollte dieses Piercing mit einer Ohrlochpistole geschossen werden!

Abheilung: ca. 6-8 Wochen

 

Labret

Das Labretpiercing wird unterhalb der Unterlippe gestochen.

Dieses Piercing neigt zum Anschwellen, deshalb sollte ein ausreichend langer Stab zu Beginn eingesetzt werden. Nach Abschwellung der Lippe muss ein kürzerer Stab eingesetzt werden, um unnötige Reibung an den Zähnen und am Zahnfleisch zu vermeiden.

Abheilung: ca. 4-6 Wochen

 

Lippenbändchen

Mit dem Lippenbandpiercing ist meist das obere Lippenband gemeint (Mitte, Innenseite der Oberlippe). Das Lippenband ist sehr dünn, aber stabil. Daher ist ein Piercing dort schnell verheilt und lässt sich problemlos tragen. Allerdings kann unter Umständen eine Reizung, auf Dauer auch eine Beschädigung der Zähne und/oder des Zahnfleisches auftreten. Um diese Reizung zu minimieren gibt es speziell abgeflachte  Kugeln.

Das Lippenbandpiercing ist nicht bei jedem machbar, da oftmals das Lippenbändchen bereits eingerissen ist, zurückgeschnitten wurde oder aus anderen Gründen zu kurz ist.

Abheilung: 1-2 Wochen

 

 

Madonna/Monroe

Das Madonnapiercing ist vom Prinzip her ein Labretpiercing, aber an der Stelle, an der einige Stars (z.B. Madonna) einen Schönheitsfleck (Muttermal) haben.

Die Platzierung erfolgt links oder rechts an der Oberlippe. Es schwillt etwas mehr und länger an als ein normales Labretpiercing, da dieses Piercing durch Muskelgewebe gestochen wird und durch die Muskelkontraktionen der Stichkanal mehr gereizt wird.

Abheilung: ca 4 - 8 Wochen

 

Medusa

Das Medusa Piercing wird in der Mitte oberhalb des Mundes gestochen und ist damit eine weitere Variation des Labretpiercings.

Es ist etwas schmerzhafter als ein Labret oder Madonnapiercing, da an dieser Stelle Nerven der Nase enden.

Auch hier sollte nach der Abschwellung ein kürzerer Stab eingesetzt werden.

Abheilung: ca. 4 bis 6 Wochen

 

Zunge

Das Zungenpiercing wird in der Regel in der Mitte der Zunge vertikal gestochen.

Als Erstschmuck für das frische Zungenpiercing wird ein langer Barbell eingesetzt. Der fühlt sich im ersten Moment zwar viel zu lang an, ist aber notwendig, da durch die entstandene Verletzung meistens Schwellungen entstehen (in der Regel bis zu 150% ihres Umfangs). Der verwendete Schmuck muss also die einige Tage andauernde Schwellung des Zungenmuskels ausgleichen. Nach Abschwellung und vollständiger Abheilung der Zunge muss ein kürzerer Stab eingesetzt werden. Mit diesem fällt dann die Handhabung des Piercings um einiges leichter und die Gefahr des unbeabsichtigten Daraufbeissen wird auch vermindert.

Das Zungenbändchen auf der Unterseite der Zunge darf nicht durchstochen werden und die untere Kugel des Stabes darf nicht auf das Zungenbändchen drücken.

Sollte die Zunge lang genug sein, kann man auch mehrere Zungenpiercings tragen.

Abheilung: 3-4 Wochen

 

Zungenbändchen

Das Zungenbändchen darf nicht zu klein sein, der Schmuck nicht zu groß gewählt werden.

Der Stich ist harmlos, das Einsetzen des Schmuck erfordert einiges an Übung. Die Wahl fällt meistens auf einen kleinen Ring, seltener auf einen Minibanabell.

 

Abheilung: 2-3 Wochen

 

 

Am Körper:

 

Brustwarze

Ein Piercing durch die Brustwarze wird meist horizontal oder vertikal gestochen, kann jedoch beliebig ausgerichtet sein.

Entgegen der oft geäußerten Befürchtung führt ein komplikationslos verheiltes Brustwarzenpiercing bei Frauen nicht dazu später keine Kinder mehr stillen zu können.

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist Schmuck mit größerem Durchmesser beliebt, das Aufdehnen eines verheilten Stichkanals in der Brustwarze ist problemlos.

Wie bei allen Piercings ist die richtige Platzierung und Schmuckauswahl von großer Bedeutung für eine komplikationslose Verheilung..

Abheilung: 2-6 Monate

 

Bauchnabel

Das Bauchnabelpiercing ist eines der geläufigsten, obwohl es  eines der Piercings ist, die am längsten zum Abheilen benötigen. Durch die Lage in der Körpermitte ist dieses Piercing vielen äusserlichen Reizen wie Reibung, Druck und Spannungen ausgesetzt, was die Wundheilung stark beeinträchtigt und verlangsamt.

Der komplikationslose Heilungsverlauf dieses Piercings ist auch anatomieabhängig und es muss große Sorgfalt auf die richtige Plazierung des Piercings gelegt werden.

Im Prinzip kann radial um die Nabelöffnung gepierct werden, meist wird jedoch die obere Hautfalte gepierct. 

Dieses Piercing verlangt intensive Pflege und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Abheilung: mindestens 3 bis 6 Monate

 

Handweb

Piercing in der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger (oder anderen Fingern).

Heilt selten komplikationslos ab, neigt dazu herauszuwachsen.

Nichts für Anfänger.

 

Abheilung: mindestens 3 Monate

 

 

Intim:

 

Labia

Das Piercen der inneren Schamlippen ist recht schmerzlos und diese Piercings verheilen verhältnismäßig schnell und unkompliziert. Die inneren Schamlippen werden meistens paarweise gepierct und soweit es die anatomischen Verhältnisse zulassen kann man die inneren Schamlippen auch mehrfach piercen lassen. Diese Piercings passen sehr gut zu Klitorisvorhautpiercings (horizontal und/oder vertikal) und man kann sie auch gut mit Schmuck in den äusseren Schamlippen kombinieren.

Die Machbarkeit dieses Piercings ist (wie bei vielen Intimpiercings bei Frauen) stark von der persönlichen Anatomie abhängig, daher ist es nicht bei jeder Frau möglich.

 

Abheilung: 2 bis 3 Wochen

 

Die Plazierung des Schmuckes an den äusseren Schamlippen sollte so gewählt werden, dass der Ring die äussere Schamlippe umfasst. Diese Piercings sind bei allen Frauen machbar. Die Heilung ist mitunter etwas langwieriger, da dauerhafte Reizung durch Kleidung und Bewegung entsteht. Die äusseren Schamlippen werden meistens paarweise gepierct

Abheilung: 6 bis 8 Wochen

 

Klitorisvorhaut

Variante 1: Das Piercing wird horizontal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Als Schmuck wird ein Klemmkugelring so eingesetzt, dass die Kugel direkt auf der Klitoris liegt. Anatomische Voraussetzung für dieses Piercing ist eine ausreichend grosse Klitorisvorhaut.

Dieses Piercing kann auch mehrfach ausgeführt und mit einem vertikalen Klitorisvorhautpiercing kombiniert werden.

Abheilung: ca. 2 bis 3 Wochen

 

Variante 2: Das Piercing wird vertikal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Der Schmuck übt bei dieser Variante durch den direkten Kontakt zur Klitoris einen intensiven Reiz aus. Hier kann die Schmucklänge so gewählt werden, dass die untere Kugel auf der Klitoris aufliegt (dadurch ist sie manchmal nicht sichtbar).

Dieses Piercing kann gut mit anderem Intimschmuck, z.B. horizontaler Platzierung an der Klitorisvorhaut oder den Schamlippen, kombiniert werden.

Abheilung: ca. 4 Wochen

 

Christina

Das Christina ist ein Oberflächenpiercing, verheilt dementsprechend schlecht und langsam.  Die Plazierung erfolgt von der Falte, die die äusseren Schamlippen am oberen Ende bilden, bis zum Schamhügel. Dieses Piercing hat beim Sex keinerlei Funktion. Es kann unter Umständen unangenehm für die Frau sein, wenn darauf Druck ausgeübt wird (auch beim Tragen von zu engen Hosen), außerdem kann es die Intimrasur erschweren.

Dieses Piercing ist aus anatomischen Gründen nicht bei jeder Frau durchführbar.

 

Abheilung: ca 2-6 Monate

 

Frenum

Ein sehr beliebtes Intimpiercing bei Männern. Es wird etwas unterhalb des Vorhautbändchens gestochen, um ein eventuelles Ausreißen des Schmuckes zu vermeiden. Das Durchstechen der dünnen Haut ist unkompliziert und heilt sehr schnell ab.

Es ist als Intimpiercing für Einsteiger sehr zu empfehlen.

Abheilung: 2-4 Wochen

 

Hafada

Das Hafada Piercing (auch Scrotal-Piercing) ist ein Intimpiercing des männlichen Hodensacks. Die Ausheilung ist teilweise langwierig, da das Piercing an dieser Stelle kaum zur Ruhe kommt.

Dieses Piercing eignet sich gut zum Dehnen.

Abheilung: 6-8 Wochen

 

Pubic

Das Pubic wird am Penisansatz gestochen und ist streng genommen ein Oberflächenpiercing, was auch die meist langwierige Abheilung erklärt.

Dieses Piercing neigt dazu rauszuwachsen.

Abheilung: mindestens 2 bis 3 Monate

 

 

Dehnen                                   

Das Dehnen von Piercings sollte immer nur bei abgeheilten Piercings erfolgen und die Dehnstufen sollten so klein wie möglich sein, um eine dauerhafte Schädigung des Gewebes zu verhindern. Empfehlenswert ist eine Steigerung um einen halben Millimeter bis Millimeter alle 4 bis 6 Wochen. Dehnen verlangt Geduld.

 

 

                                                                                                                                                  Quelle: Wildcat